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FAQ: Sauerstofftherapie


Fragen und Antworten zur Anwendung, zu Sauerstoffgeräten, zur Sicherheit und zum Alltag mit einer Sauerstofftherapie.

Ihre Fragen zur Sauerstofftherapie

Eine Sauerstofftherapie bringt viele neue Abläufe und Veränderung mit sich. Wie lange soll der Sauerstoff genutzt werden? Welches System eignet sich für unterwegs und was ist bei offenen Flammen, Reisen oder einem Stromausfall zu beachten?

Wichtiger Hinweis zur Verordnung:

Wir setzen die Versorgung ausschließlich nach der Verordnung der behandelnden Ärztin, des behandelnden Arztes oder der Klinik um. Therapieeinstellungen und Werte am Gerät dürfen wir nur ändern, wenn dies zuvor ärztlich abgeklärt und anschließend angeordnet wurde. Bitte nehmen Sie Änderungen nicht selbst vor und wenden Sie sich bei Fragen an Ihre Arztpraxis oder Klinik.

Die Krankenkasse prüft die Kosten und die Versorgung nach den geltenden Regeln. Kranz easy unterstützt Sie bei Unterlagen, Lieferung, Einweisung und technischen Fragen und setzt ärztlich angeordnete Änderungen entsprechend um.


Häufige Fragen zur Sauerstofftherapie

Bei einer Sauerstofftherapie wird dem Körper zusätzlicher Sauerstoff zugeführt. Sie kommt infrage, wenn das Blut dauerhaft oder in bestimmten Situationen nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Die Therapie erfolgt meistens über eine Nasenbrille und ein ärztlich ausgewähltes Sauerstoffsystem.

Die Langzeit-Sauerstofftherapie, kurz LTOT, ist für Menschen mit einem chronischen Sauerstoffmangel vorgesehen. Der Sauerstoff wird regelmäßig über viele Stunden am Tag angewendet. Die genaue Nutzungsdauer und die benötigte Sauerstoffmenge werden ärztlich festgelegt.

Eine Sauerstofftherapie kann unter anderem bei COPD, einem Lungenemphysem, einer Lungenfibrose, Mukoviszidose oder bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen erforderlich sein. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Diagnose. Maßgeblich sind der nachgewiesene Sauerstoffmangel und die ärztliche Beurteilung.

Die behandelnde Praxis oder Klinik untersucht die Sauerstoffversorgung des Körpers. Dazu können eine Blutgasanalyse sowie Messungen in Ruhe, bei Belastung oder während der Nacht gehören. Aus den Ergebnissen werden die Therapieform und die benötigten Werte abgeleitet.

Nein. Atemnot und Sauerstoffmangel sind nicht automatisch dasselbe. Zusätzlicher Sauerstoff hilft nur, wenn eine entsprechende medizinische Notwendigkeit besteht. Neue oder zunehmende Atemnot sollte deshalb ärztlich abgeklärt werden.

Sauerstoff macht nicht im Sinne einer Sucht abhängig. Bei einem anhaltenden Sauerstoffmangel benötigt der Körper die zusätzliche Versorgung jedoch regelmäßig. Ob die Therapie später angepasst oder beendet werden kann, entscheidet die behandelnde Praxis nach einer erneuten Untersuchung.  

Die behandelnde Ärztin, der behandelnde Arzt oder die Klinik legt den Sauerstofffluss, die tägliche Nutzungsdauer und die Art der Abgabe fest. Dabei können unterschiedliche Werte für Ruhe, Belastung und Schlaf verordnet werden. Kranz easy richtet das System entsprechend dieser Vorgaben ein.

Bei einer Langzeit-Sauerstofftherapie wird Sauerstoff häufig für mindestens 15 Stunden täglich verordnet. Die persönliche Nutzungsdauer kann davon abweichen. Halten Sie sich deshalb immer an die Werte und Zeiten Ihrer ärztlichen Verordnung.  

Der Sauerstoffbedarf kann sich je nach Situation verändern. Beim Gehen oder Treppensteigen benötigt der Körper möglicherweise eine andere Sauerstoffmenge als im Sitzen oder während der Nacht. Die passenden Werte werden medizinisch ermittelt und auf der Verordnung festgehalten.

Nein. Ändern Sie den Sauerstofffluss nicht eigenständig. Eine falsche Einstellung kann dazu führen, dass Sie zu wenig oder zu viel Sauerstoff erhalten. Wenden Sie sich bei Beschwerden oder Unsicherheit an Ihre behandelnde Praxis.  

Unterbrechen oder beenden Sie die Sauerstofftherapie nicht ohne ärztliche Rücksprache. Ein Sauerstoffmangel ist nicht immer unmittelbar spürbar. Ob eine Anpassung möglich ist, muss medizinisch geprüft werden.

Für eine Sauerstofftherapie stehen stationäre und mobile Sauerstoffgeräte sowie Flüssigsauerstoffsysteme zur Verfügung. Die Systeme unterscheiden sich unter anderem bei Sauerstoffabgabe, Reichweite, Gewicht und Strombedarf. Welche Lösung geeignet ist, hängt von der Verordnung und Ihrem persönlichen Bedarf ab.

Ein stationärer Sauerstoffkonzentrator saugt Raumluft an und filtert daraus vor allem den Stickstoff heraus. Dadurch entsteht sauerstoffangereicherte Luft, die über einen Schlauch und eine Nasenbrille eingeatmet wird. Das Gerät erzeugt den Sauerstoff fortlaufend und muss deshalb während der Anwendung an eine Stromquelle angeschlossen sein.

Es wird hauptsächlich zu Hause eingesetzt und eignet sich besonders für eine regelmäßige Versorgung über viele Stunden, zum Beispiel während des Tages oder in der Nacht.  

Ein mobiler Sauerstoffkonzentrator ist ein tragbares Gerät, das Sauerstoff aus der Umgebungsluft gewinnt und für die Sauerstoffversorgung unterwegs bereitstellt. Die meisten Geräte geben den Sauerstoff atemgesteuert als Impuls beim Einatmen ab und werden über einen Akku betrieben.

Je nach Modell unterscheiden sich Sauerstoffabgabe, Akkulaufzeit, Gewicht und mögliche Einstellungen. Ob das Gerät Ihren verordneten Sauerstoffbedarf bei Ruhe, Belastung oder auf Reisen abdeckt, muss anhand der ärztlichen Vorgaben und der technischen Daten geprüft werden.  

Bei einer Flüssigsauerstoffversorgung wird medizinischer Sauerstoff in einem speziellen stationären Vorratsbehälter zu Hause in flüssiger Form bei sehr niedrigen Temperaturen gespeichert. Durch die Erwärmung beim Entnehmen wird er wieder gasförmig und kann über eine Nasenbrille eingeatmet werden. 

Aus dem stationären Behälter lässt sich je nach System eine kleinere, tragbare Einheit für unterwegs befüllen. Diese mobile Einheit ermöglicht mehr Bewegungsfreiheit, muss jedoch regelmäßig am Vorratsbehälter nachgefüllt werden.

Eine Flüssigsauerstoffversorgung kommt besonders infrage, wenn über viele Stunden täglich, bei körperlicher Belastung oder mit einem höheren Bedarf Sauerstoff benötigt wird. Die Auswahl und Einstellung des Systems erfolgen immer nach ärztlicher Verordnung und einer individuellen Einweisung.

Bei der kontinuierlichen Abgabe fließt der Sauerstoff ohne Unterbrechung. Bei einer atemgesteuerten Abgabe (bei Bedarf/On-Demand) gibt das Gerät beim Einatmen einen Sauerstoffimpuls ab. Die eingestellten Pulsmengenstufen sind nicht direkt mit einer Literangabe bei kontinuierlicher Abgabe vergleichbar.

Nicht in jedem Fall. Mobile Systeme unterscheiden sich bei Abgabeform, Leistung und Akkulaufzeit. Kranz easy prüft anhand Ihrer Verordnung, ob ein mobiles Gerät ergänzend oder als alleinige Versorgung eingesetzt werden kann.

Verwenden Sie nur Zubehör, das für Ihr Sauerstoffsystem vorgesehen ist. Schlauchlänge, Nasenbrille und Verbindungsstücke können die sichere Anwendung beeinflussen. Bei Druckstellen, beschädigtem Zubehör oder Fragen zur passenden Ausführung hilft Ihnen Kranz easy weiter.

Waschen Sie Ihre Hände und prüfen Sie die Nasenbrille vor dem Anlegen auf Verschmutzungen oder Schäden. Bei einer üblichen Nasenbrille zeigen die gebogenen Nasenstutzen nach unten und werden vorsichtig in die Nasenlöcher geführt. Legen Sie den Schlauch über die Ohren und stellen Sie ihn unter dem Kinn so ein, dass die Nasenbrille sicher sitzt, aber nicht drückt.

Achten Sie anschließend auf folgende Punkte:

  • Die Nasenstutzen sitzen in beiden Nasenlöchern
  • Der Schlauch ist nicht verdreht oder geknickt
  • Die Nasenbrille sitzt nicht zu fest
  • Hinter den Ohren und unter der Nase entstehen keine Druckstellen
  • Der Schlauch kann nicht leicht herausgezogen werden

Ein atemgesteuertes Gerät gibt den Sauerstoffimpuls beim Einatmen über die Nase ab. Die Nasenbrille muss deshalb richtig sitzen und darf nicht blockiert sein. Wird Ihre Einatmung nicht zuverlässig erkannt oder gibt das Gerät einen Alarm aus, verändern Sie die Einstellung nicht selbst. Wenden Sie sich in diesem Fall an Kranz easy.

Stecken Sie die Nasenbrille mit dem Sauerstoffschlauch vollständig auf den vorgesehenen Anschluss des Geräts. Prüfen Sie, ob alle Verbindungen fest sitzen und der Schlauch frei liegt. Schalten Sie das System anschließend so ein, wie es Ihnen bei der Einweisung gezeigt wurde.


Kontrollieren Sie die verordnete Einstellung am Gerät. Bei einer kontinuierlichen Abgabe zeigt das Gerät den Sauerstofffluss am Display oder Durchflussmesser an. Bei einer atemgesteuerten Abgabe erfolgt die Sauerstoffabgabe nur beim Einatmen. Sauerstoff brennt zwar nicht selbst, kann Brände jedoch stark beschleunigen. Prüfen Sie deshalb den Sauerstofffluss niemals mit Feuer oder einer offenen Flamme.

Verwenden Sie nur die Schlauchlänge und die Verbindungen, die für Ihr Gerät mitgeliefert wurden. Ein zu langer, geknickter oder falsch verbundener Sauerstoffschlauch kann die Therapie beeinträchtigen und die Stolpergefahr erhöhen.

Prüfen Sie Nasenbrille, Schlauch und Anschlüsse regelmäßig auf:

  • Risse oder undichte Stellen
  • Knicke und Quetschungen
  • Verfärbungen oder Ablagerungen
  • blockierte Nasenstutzen
  • lockere Verbindungen
  • Feuchtigkeit im Schlauch
  • harte oder spröde Stellen

Beschädigtes oder stark verschmutztes Zubehör sollte nicht weiterverwendet werden. Wenden Sie sich für einen Austausch an uns.

Reinigen Sie Nasenbrille und Schlauch ausschließlich nach den Hinweisen aus der Einweisung. Die Nasenstutzen können je nach Modell vorsichtig mit einem sauberen, feuchten Tuch abgewischt werden. Verwenden Sie keine aggressiven Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel oder ölhaltigen Produkte, wenn diese nicht ausdrücklich zugelassen sind.

Die Wechselintervalle richten sich nach dem Zubehör, den Herstellerangaben und Ihrer Versorgung. Wir empfehlen, Nasenbrillen und weiteres Zubehör regelmäßig zu reinigen und die Nasenbrille einmal im Monat zu wechseln. Ein Austausch ist außerdem erforderlich, wenn die Nasenbrille oder der Schlauch beschädigt, verhärtet, stark verfärbt oder nicht mehr hygienisch sauber ist.

Sie können das benötigte Verbrauchsmaterial regulär alle sechs Monate bei Kranz easy bestellen. Eine automatische Zusendung durch uns erfolgt nicht. Bitte denken Sie daher daran, Ihre Zubehörbestellung rechtzeitig selbst aufzugeben.

Ein Sauerstoffbefeuchter wird abhängig von Ihrer Verordnung eingesetzt, in der Regel jedoch verordnet und mitgeliefert. Er befeuchtet den aufbereiteten Sauerstoff und kann dadurch eine angenehmere Therapie ermöglichen. Verwenden Sie ausschließlich das empfohlene Wasser und beachten Sie Füllstand, Reinigung und Wechselintervalle. Der Behälter muss aufrecht stehen und korrekt angeschlossen sein.

Unterbrechen Sie die Anwendung nicht unkontrolliert und verändern Sie die Einstellungen des Gerätes nicht selbst. Prüfen Sie, ob ein Befeuchter korrekt aufgestellt und befüllt ist. Wasser darf nicht über die Nasenbrille eingeatmet werden oder in das Sauerstoffgerät gelangen. Wenden Sie sich bei wiederkehrender Feuchtigkeit im Schlauch an uns.

Nein. Bei der Nutzung und Lagerung von Sauerstoff darf nicht geraucht werden. Das gilt auch für E-Zigaretten. Sauerstoff brennt zwar nicht selbst, kann Brände jedoch stark beschleunigen. Informieren Sie deshalb auch Angehörige und Besucher über das Rauchverbot.

Halten Sie das Sauerstoffsystem, die Nasenbrille und den Schlauch von offenem Feuer, Funken und starken Wärmequellen fern. Dazu gehören Kerzen, Kamine, Feuerzeuge und Gasherde. Beachten Sie zusätzlich die Sicherheitsabstände aus der Einweisung und der Bedienungsanleitung.  

Stellen Sie Geräte und Behälter an einem gut belüfteten Ort sicher auf. Mobile Einheiten müssen gegen Umfallen geschützt werden. Halten Sie die Systeme von Hitze und direkter Sonneneinstrahlung fern. Für Flüssigsauerstoff gelten zusätzlich die Hinweise aus der Einweisung.

Führen Sie den Sauerstoffschlauch möglichst entlang sicherer Wege. Vermeiden Sie lose Schlaufen in Laufbereichen und achten Sie darauf, dass der Schlauch nicht eingeklemmt oder geknickt wird. Kranz easy hilft Ihnen bei Fragen zur passenden Schlauchführung.  

Das hängt vom verwendeten System und Ihrer individuellen Versorgung ab. Elektrische Geräte müssen trocken und außerhalb des Spritzwasserbereichs bleiben. Achten Sie auf eine sichere Schlauchführung und befolgen Sie die Hinweise aus der Einweisung.

Eine Nasenbrille kann die Schleimhäute reizen oder Druckstellen verursachen. Verwenden Sie nur Pflegeprodukte, die für die Anwendung mit Sauerstoff geeignet sind. Kranz easy kann Sitz und Zubehör prüfen. Bei anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich zusätzlich an Ihre behandelnde Praxis.  

Ein netzbetriebener Sauerstoffkonzentrator funktioniert bei einem Stromausfall nicht. Nutzen Sie eine vorgesehene Ersatzversorgung nur so, wie sie Ihnen erklärt wurde. Informieren Sie Kranz easy bei einem längeren Ausfall. Treten akute Beschwerden auf, rufen Sie den Notruf 112.

Ja, wenn die Sauerstoffgabe für Belastung verordnet wurde. Ein mobiles System kann Wege, Spaziergänge oder andere Aktivitäten unterstützen. Welche Einstellung dabei gilt, legt die behandelnde Praxis nach einer Belastungsmessung fest.

Stationäre Flüssigsauerstoffbehälter dürfen nicht von Kundinnen und Kunden transportiert werden. Wenn eine Reise ansteht, finden Sie weitere Informationen in der Urlaubsversorgung.

Klären Sie frühzeitig den Sauerstoffbedarf, die Stromversorgung, Akkus, Ersatzmaterial und die Versorgung am Zielort. Nehmen Sie Ihre ärztlichen Unterlagen sowie wichtige Kontaktdaten mit. Unterstützung bei der Planung finden Sie auf der Seite Urlaubsversorgung.  

Im Flugzeug dürfen in der Regel nur von der Fluggesellschaft akzeptierte und entsprechend zertifizierte mobile Sauerstoffkonzentratoren verwendet werden. Flüssigsauerstoff und Druckgasflaschen sind im Passagierflugzeug normalerweise nicht zugelassen.

Melden Sie den Bedarf früh bei der Airline an und klären Sie Formulare, Akkureserve, Gerätezulassung und erforderliche Zertifizierungen.  

Informieren Sie Campingplatz oder Reederei früh über Ihre Sauerstofftherapie. Prüfen Sie Stromanschlüsse, Transportregeln und die erlaubten Sauerstoffsysteme. Flüssigsauerstoff können je nach Anbieter ausgeschlossen sein. Die konkrete Planung übernimmt Kranz easy im Rahmen der Urlaubsversorgung.

Kontrollieren Sie, ob Stromversorgung, Schlauch und Nasenbrille richtig angeschlossen sind. Öffnen oder reparieren Sie das Gerät nicht selbst. Halten Sie Gerätetyp, Seriennummer und die angezeigte Fehlermeldung bereit und wenden Sie sich an Kranz easy. Weitere Hilfe finden Sie in den FAQ zu Geräten und Technik.


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